Gedanken von P.Mathew

Gottesnähe und Gottesferne - Teil 2 (11.5.20)

Gottesnähe und Gottesferne gehören zusammen. Beides kann gleichzeitig wahr sein – Gott kann uns ganz nahe, aber auch ganz fern sein! Menschen in der Bibel hatten das Gefühl, dass Gott an einem Punkt ihrer Lebensreise weit von ihnen entfernt war. Denk an den gerechten und gottesfürchtigen Hiob, den ein Schicksalsschlag nach dem anderen trifft. Denk an Joseph, der in die Sklaverei verkauft wurde. Denk an Moses, der niemals das Gelobte Land betreten durfte. Denk an Jeremia, der mit tödlichem Hass verfolgt wurde, als er im Auftrag Gottes auftrat.

Gottesnähe und Gottesferne - Teil 1 (8.5.20)

Gott,wo bist du, wo warst du? In solchen Fragen kommen Schmerz und Fassungslosigkeit zum Ausdruck. Wendet sich Gott von deiner Not ab? Bleibt Gott dir eine Antwort schuldig? Fragen nach Gottes Nähe und nach Gottes Ferne durchziehen unser Leben. Eigentlich gehören beide zusammen zur Glaubenserfahrung. Hast du in den vergangenen Tagen Gottes Nähe gespürt, oder bekräftigte die Corona-Krise das Gefühl der Gottesferne?

Betrete dein inneres Heiligtum (5.5.20)

Das Ruhen in Gott folgt aus deiner Gewissheit, dass Gott bei dir ist (Mt. 28,20). Die Spiritualität des Hl. Franz von Sales, des Patrons unserer Ordensgemeinschaft, ist dir vielleicht unbekannt. Für Franz von Sales ist „in Gott ruhen“ nur möglich, wenn du dir ständig seiner Gegenwart bewusst bist. Sein Buch „Philothea“ gehört zu den Klassikern der Spiritualität.

In Gott Ruhen (2.5.20)

Samatva ist das indische Wort für Gleichmut oder Ausgeglichenheit des Geistes, für Stille und Ruhe. Diese Ausgeglichenheit des Geistes erreichst du, wenn du nicht aus Emotionen, Verletztheit oder Gereiztheit heraus handelst, sondern wenn du so handelst, dass deine Handlungen zum größtmöglichen Guten beitragen. Die griechischen Stoiker versuchten, ihren inneren Gemütszustand nicht vom Äußeren abhängig zu machen. Lerne Gleichmut und ein heiteres Gemüt zu haben, unabhängig von den äußeren Umständen.

Auch dies wird vorübergehen (27.4.20)

Du versuchst den inneren Frieden zu finden, indem du dir Vergebung als einen Lebensstil aneignen willst. Es täte dir gut, auch andere Gesichtspunkte in diesem Zusammenhang zu betrachten, damit der innere Friede, den du anstrebst, auf wahrlich starkem Fundament ruht.

Richte deine Blicke nach vorne (22.4.20)

Bist du in deinem Leben von jemandem verletzt worden und hast du einen Groll gegen diesen Menschen? Falls dieses Gefühl tief verwurzelt ist, kann daraus Hass entstehen. Angestaute Ressentiments und nicht losgelassene Wut versetzen dich in einen permanenten Zustand der Instabilität und werfen dich aus dem Gleichgewicht. Dein Inneres ist ständig aufgewühlt, und du lebst nicht mehr in Shalom, Frieden, Harmonie und Ruhe.

Sei wie die Lotusblume (20.4.20)

Um einen echten SHALOM zu erlangen, muss du zuerst Gott in den Mittelpunkt deines Lebens stellen. Aber erkenne auch die Dinge, die deinen inneren Frieden zerstören. Negative Menschen rauben dir oft Energie und inneren Frieden. Die Gefahr im Umgang mit negativen Menschen ist, dass du selbst im Laufe der Zeit negativ wirst.

Innerer Frieden (17.4.20)

Du hast bereits gesehen, dass der Frieden, den Jesus den Aposteln zuspricht, ein innerer Frieden ist, ein Frieden des Herzens. Dieser Frieden Gottes ermöglicht es dir, einen hoffnungsvollen Blick auf die Welt zu richten, wenn auch oft Gewalt und Konflikte sie zerreißen.

Eine Entfremdung von Gott und von den Menschen löst in dir eine innere Turbulenz aus. Diese innere Turbulenz tritt in unterschiedlicher Intensität und verschiedenen Formen auf: depressive Verstimmung, Stress, Traumata, Überforderung usw. "Suche Frieden und jage ihm nach!", heißt es im Psalm 34,15.

Sadako und das Kranich-Falten oder Gottes Gedanken des Friedens (16.4.20)

Am 6.8.1945, zerstörte die erste Atombombe die Stadt Hiroshima. Sadako, ein zweijähriges japanisches Mädchen, überstand diesen Angriff zunächst scheinbar unversehrt - scheinbar...

Der Friede, den die Welt nicht geben kann (15.4.20)

Der auferstandene Herr begegnet den Jüngern immer mit dem Gruß „Der Friede sei mit euch!“ (Joh 20,19.26b). Die Jünger saßen ängstlich hinter verschlossenen Türen. Der Kreuzestod Jesu hat ihre Herzen verwirrt und in eine innere Unruhe versetzt (Joh 14,1).

Eine Osterbotschaft in der Corona-Zeit (Ostermontag)

Die Kirchen sind leer.
Die Schulen sind leer.
Die Regale sind leer.
Aber das ist in Ordnung, weil
das Grab auch leer ist!

Die Theater sind leer.
Die Arenen sind leer.
Die Büros sind leer.
Aber das ist in Ordnung, weil
das Grab auch leer ist!

Fass dein Gesicht nicht an.
Fass deinen Mund nicht an.
Berühre deine Augen nicht.
Aber das ist in Ordnung, weil
Jesus dein Leben berührt hat.

Sei ein Mensch der Auferstehung (Ostersonntag)

Ja, Jesus lebt! Er lebt wirklich! Ich wünsche dir ein frohes Osterfest. Die frohe Botschaft für dich ist, dass es für jedes Kreuz in deinem Leben eine Auferstehung gibt.

Gedanken zum Karfreitag

Wir brauchen manchmal den Schmerz um uns entfalten zu können, um der oder die zu sein, die wir sein können. Deshalb sind Not und Leid oft notwendig, damit wir die Entwicklungschance nutzen können. Vor der Auferstehung gibt es im Christentum immer das Kreuz. Ohne Kreuzigung gäbe es keine Vergebung der Sünden. Ohne Auferstehung gäbe es keine Freiheit von der Macht der Sünde. Ohne Karfreitag gäbe es keinen Sinn für Ostersonntag.

Die Karwoche

Die Tage von Montag bis Mittwoch dienen als Tage der Stille und Besinnung, zur Vorbereitung auf die Feiern vom Leiden, dem Tod und der Auferstehung Jesu. Sei still und erkenne, dass ich Gott bin. Mit Euch will ich auch still sein und auf die Kartage vorbereiten.
Wie könnte die Karwoche spirituell gestaltet sein? Hier ein paar Vorschläge:

1. Jeden Tag eine halbe Stunde Meditation tut gut – still sein – innehalten – Kraft schöpfen.

Gib mir ein neues Herz (4.4.20)

Deine Gefühle und Handlungen ergeben sich meist aus deinen Gedanken. Letztlich tust du das, was du denkst, wenn auch manchmal unbewusst. Sicherlich ist es schwierig deine flackernden Gedanken zu kontrollieren. Im Bruchteil einer Sekunde hüpft dein Gedanke von einem Gegenstand zum nächsten. Dein Egoismus steuert oft nicht nur dein Denken, sondern auch was du tust und bist.

Der Weg des Mystikers/der Mytikerin (3.4.20)

Du bist schon auf dem Weg nach innen. Der Weg nach innen ist ein Weg der Selbstentdeckung, um sich selber kennen zu lernen, um sich zu verbessern und um sein Leben selbst gestalten zu können. Du entdeckst auf deinem Weg, dass dein Verhalten, deine Entscheidungen und dein Leben stark von deinen Emotionen abhängen. Du neigst oft dazu, den anderen die Schuld zuzuschieben für deine negativen Gefühle. Dabei entspringen alle Gefühle aus dir selbst.

Ein Mystiker/eine Mytikerin sein in dieser Zeit (2.4.20)

Hoffentlich hast du hast deine Reise nach innen begonnen. Dag Hammarskjöld sagte, die längste Reise ist die Reise nach innen – und vielleicht ist sie auch die schwierigste. Diese Reise beginnt mit den Fragen: Wer bin ich? Warum bin ich auf dieser Erde? Was passiert, wenn ich sterbe? usw. In der Antwort auf diese Fragen beginnst du schrittweise dich selbst, dein Leben und das Universum zu verstehen. Du wirst merken, dass du dazu neigst zu glauben, immer „richtig“ über eine Sache zu denken, als ob es keine andere Weise gäbe darüber zu denken. Geht es darum, dass du immer Recht hast?

Gelassenheit (1.4.20)

Ausgangssperre! Wenn du nicht nach außen reisen kannst, dann mach eine Reise nach innen. In dieser inneren Reise wirst du viele deiner inneren Schätze entdecken. Diese werden einen entscheidenden Unterschied in der Qualität deines Lebens machen. Du wirst reicher an Dankbarkeit, Vertrauen, Vergebung, Freude, Friede, Güte, Sanftmut und Gelassenheit.

Geduld - eine zeitgemäße Tugend (31.3.20)

Ausgangssperre! Wie lange noch? Bis die Maßnahmen wirken, braucht es Geduld sagen uns die Behörden. So, wie alle um dich herum ringst auch du um den richtigen Umgang mit dem Corona-Risiko. Das Leben wird dich auf eine Belastungsprobe stellen, besonders im engen Raum mit anderen. Ob man eine Terrasse oder einen Garten hat macht in diesen Zeiten einen deutlichen Unterschied.

"Gottes Sehnsucht ist der Mensch" - Hl. Augustinus (28.3.20)

"Adam, wo bist du?“ , so ruft ihn Gott an einem Abend im Garten Eden. (Gen 3,9). Willst du der Sehnsucht Gottes nach dir auf die Spur kommen, dann setze deinen Namen an die Stelle von Adam. Wo du auch bist, Gott geht dir nach (Francis Thomson). Die Sehnsucht Gottes nach dir, seinem geliebten Sohn/seiner geliebten Tochter, beschreibt Jesus in seinem Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15,11-32). Das Herz des Vaters ist von einem schmerzlichen Verlangen entbrannt, den Sohn (dich) glücklich wieder bei IHM, in seinem Haus, zu sehen.

Mit Gott träumen (27.3.20)

Gott trägt einen Traum für dich in seinem Herzen. ER hat etwas Einzigartiges für dich geplant. Du bist nicht ein Produkt irgendeiner Laune von IHM. Er gab dir das Leben mit einem klaren und präzisen Plan (Jer 29,11). Deshalb vergleiche dich niemals mit anderen, was sie tun, wie sie leben oder was sie erreicht haben. Versuche niemals das Leben, das sie leben, zu leben. Sag nicht: „Ich möchte auch so sein“, sonst verpasst du die Gelegenheit, deine Einmaligkeit kennenzulernen und du entdeckst nie die Schätze, die Gott in dich hineingelegt hat.

Ja zu Gott - Ja zum Leben (26.3.20)

Du merkst womöglich, dass es dir gar nicht leicht fällt, ein „Ja“ zu Gott zu sagen, wie die Hl. Maria, die ein vorbehaltloses „Ja“ zum Plan Gottes in ihrem Leben gab. Entdeckst du in dir Vorbehalte? Spürst du Widerstände in dir? Willst du „Ja“ zu Gott sagen, aber du kannst eine schlechte Gewohnheit nicht ablegen? Willst du „Ja“ zu Gott sagen, aber du möchtest eine bestimmte unerlaubte Beziehung nicht aufgeben? Oder denkst du „Ja“ zu Gott zu sagen ist ok, aber du willst so leben, wie du es gewohnt bist? Du sagst „Ja“ zu Gott und ein leises „Nein“ zu dir selbst.

Sag JA zu Gott (25.3.20)

Hast du Angst vor Entscheidungen? Entscheidungen klingen so endgültig und viele schieben sie auf. Dennoch besteht dein Leben aus einer Reihe von Entscheidungen – rund 20.000 täglich, so sagen uns die Psychologen. Viele davon werden unbewusst und spontan aus dem Bauch heraus getroffen. Sie bereiten dir keine Qual der Wahl, weil du fast immer alltägliche Entscheidungen treffen musst, die schon klar sind.

Da sein, wo man gerade ist (24.3.20)

Sind deine Gedanken ständig woanders und nicht da, wo du gerade bist? Klagst du, dass du beim Gebet zerstreut bist? Klagst du über mangelnde Konzentration? Dann höre eine Geschichte dazu:

Gott nahe zu sein ist gut für dich (23.3.20)

Du suchst die Nähe zu anderen Menschen, weil es dir guttut. Bereits als Baby hast du dich in den Armen deiner Mutter beschützt, geborgen und beruhigt gefühlt. Aber auch als erwachsener Mensch erfährst du die Nähe eines lieben Menschen als etwas sehr Erfüllendes und in Krisensituationen sogar als etwas Beruhigendes. Manche Menschen scheuen die Nähe von Anderen, weil traumatische Erfahrungen mit Menschen in ihren bewussten oder auch unbewussten Erinnerungen bleiben.

Gott fügt alles wunderbar (22.3.20)

Mit der folgenden Geschichte möchte ich heute alle zum Nachdenken anregen. Vielleicht findest du solche Ereignisse in deinem Leben, wo du merkst, „Gott fügt alles wunderbar“.

Auszeit zu Hause - die Stille erleben (21.3.20)

Wir leben in einem wunderschönen Land. Die vielfältige Natur ist Südtirols größter Reichtum. Du brauchst nur das Fenster aufzumachen und du hast die bezaubernde Schönheit der Gottesnatur vor dir. Die Auszeit, die du zuhause erlebst, ist eine große Gelegenheit.

Unsere Herzen zu Ihm erheben (20.3.20)

Was du auch bist (reich oder arm), wo du auch lebst (Europa oder Afrika), welche Farbe du auch hast (gelb, braun, weiß, schwarz) –im Prinzip bist du gefährdet. Der Virus diskriminiert nicht. Was bedeutet diese Tatsache? Der Mensch merkt, dass er nicht der absolute Herr der Schöpfung ist.

Aus göttlicher Perspektive (19.3.20)

Du und ich sind es gewohnt, die Menschen und Ereignisse von unserer eigenen Perspektive aus zu sehen, zu deuten, und den Schlussfolgerungen zu folgen, die sich daraus ergeben. Du und ich vergessen dabei, dass unsere Perspektive wegen unserer Vorurteile, Voreingenommenheit und Unreinheiten verzerrt sein kann. Unter allen Umständen halten wir aber an unserer Sichtweise fest und meinen, diese allein sei die richtige. Wir merken nicht, dass unsere Wahrnehmung zu klein und begrenzt ist.

In die Tiefe gehen (18.3.20)

Obwohl wir in einer vom Individualismus geprägten Gesellschaft leben, merken wir plötzlichl, dass wir gezwungenermaßen soziale Distanz zu anderen halten sollen, nicht einander die Hand reichen oder einander umarmen können. Allem, was uns selbstverständlich erschien, ist Einhalt geboten. Wenn du auch jung und gesund bist, kannst du andere anstecken, falls du nicht achtsam bist was du tust und wohin du gehst. Du merkst plötzlich, dass du auch für andere verantwortlich bist, auch wenn du möglicherweise nicht persönlich gefährdet bist.

Gedanken, die uns Mut machen (17.3.20)

Ich schalte den Fernsehen ein, höre den Rundfunk, lese die Zeitung, öffne Twitter und WhatsApp. Schlechte Nachrichten dominieren die Medien? Die Berichterstattung ist radikalisiert und emotionalisiert. Die Neurowissenschaftler behaupten sogar, dass die Flut an negativen News unserer Gesundheit schadet. Man soll sich informieren und die notwendigen Vorkehrungen treffen, aber sich nicht von so vielen negativen Berichterstattung beeinflussen lassen. Die Berichterstattung ist sowieso nicht immer objektiv und der Journalismus nicht immer konstruktiv.

Gedanken zum Leben (16.03.2020)

Das Leben entrümpeln – Sich frei fühlen
Aufräumen und Ordnung schaffen zählen nicht gerade zu unseren Lieblingsbeschäftigungen. Aufgeräumt und entrümpelt. Mein Zimmer war nie so ordentlich wie jetzt. Viele sagten mir telefonisch, dass sie endlich Zeit finden, ihr Haus oder ihre Wohnung aufzuräumen. Die äußere Ordnung überträgt sich auf dein Inneres.

Gedanken zum Evangelium vom 3. Fastensonntag 2020

Das heutige Evangelium berichtet von der Begegnung Jesu mit der Samaritischen Frau am Jakobsbrunnen. Halte Inne! Du bist auch eingeladen, täglich dein Trinkgefäß zur Quelle zu tragen. Manchmal ist es dir nicht zu Mute; manchmal meinst du, der Weg dorthin sei schwer und langwierig.

Ein Liebesbrief vom himmlischen Vater – Teil 1 (13.5.20)

Die folgenden Worte kommen aus dem Herzen Gottes. Gott liebt dich, und Er ist der Vater, nach dem du dein ganzes Leben lang gesucht hast. Dies ist sein Liebesbrief an dich! (Mir wurde dieser Brief vor Jahren von Irgendjemandem zugeschickt. Der Text ist gut geeignet als Gebet und für Meditation).

Mein liebstes Kind,

Du kennst mich vielleicht nicht, aber ich erforsche dich und kenne dich Ich weiß, wann du dich setzt und wann du aufstehst. Ich kenne alle deine Wege. (Ps 139,1f) Sogar die Haare auf deinem Kopf sind gezählt (Mt 10,29-30).

Ein Liebesbrief vom himmlischen Vater – Teil 2 (14.5.20)

Ich biete dir mehr an, als dein irdischer Vater jemals könnte (Mat 7,11). Denn ich bin der vollkommene Vater (Mat 5,48). Jedes gute Geschenk, das du erhältst, kommt von meiner Hand (Jak 1,17). Mein Plan für deine Zukunft ist immer voller Hoffnung (Jer 29,11). Denn ich liebe dich mit ewiger Liebe (Jer 31,3). Meine Gedanken zu dir sind unzählig und kostbar (Ps139,17-18). Ich freue mich über dich und frohlocke (Zefanja 3,17).